
Nicht nur auf kommunaler Ebene hier in Leverkusen erleben wir den schleichenden Niedergang unseres Landes. Verantwortlich dafür sind Politiker, die den Bezug zur Lebensrealität der Bevölkerung längst verloren haben. Statt die drängenden Probleme anzugehen, werden ideologische Projekte vorangetrieben, während die Sorgen der Bürger immer weiter in den Hintergrund rücken.
Immer mehr Kürzungen im sozialen Bereich, eine marode Infrastruktur, ein über Jahre kaputtgespartes Gesundheitssystem sowie immer höhere Steuern und Zwangsabgaben belasten die Menschen. Straßen und Brücken verfallen, Behörden arbeiten am Limit und viele Kommunen wissen kaum noch, wie sie ihre Pflichtaufgaben finanzieren sollen. Das kennen wir ja aus unserer Stadt. Gleichzeitig scheint für andere Vorhaben stets ausreichend Geld vorhanden zu sein.
Während sich viele Bürger fragen, wie sie ihren Alltag finanzieren sollen, erleben wir Politiker zwischen Kriegsbegeisterung und Pride-Wahn. Das konnten wir besonders deutlich in den letzten Wochen beobachten. Anstatt sich auf wirtschaftliche Stärke, innere Sicherheit und den Wohlstand der eigenen Bevölkerung zu konzentrieren, werden Prioritäten gesetzt, die an den tatsächlichen Problemen vorbeigehen.
Deutschland verliert zunehmend an Wettbewerbsfähigkeit. Unternehmen investieren lieber im Ausland, die Energiepreise bleiben auf Grund unsinniger Sanktionen hoch und das Vertrauen vieler Menschen in die Politik schwindet.
Selbst im Sport wird immer deutlicher, dass Anspruch und Wirklichkeit auseinanderdriften. Die aktuelle Weltmeisterschaft hat dies erneut eindrucksvoll vor Augen geführt.
Doch so berechtigt die Kritik an der Politik auch sein mag – am Ende trägt auch die Bevölkerung Verantwortung. In einer Demokratie entscheiden die Bürger mit ihrer Bereitschaft, politischen Druck auszuüben. Wer Fehlentwicklungen über Jahre hinnimmt und immer wieder dieselben politischen Konsequenzen akzeptiert, darf sich über ausbleibende Veränderungen nicht wundern. Ein Volk, das alles widerspruchslos erträgt, bekommt am Ende genau die Politik, die es bereit ist zu akzeptieren.




















